| SPRACHSTÖRUNGEN BEI ERWACHSENEN |
|
Seite 2 von 2
Die menschliche Stimme ist ein wesentlicher Aspekt in der Kommunikation zwischen Menschen. Sie entsteht durch das Zusammenspiel und die Abstimmung von Atmung, Stimmlippen- und Sprechbewegungen. Das Zusammenspiel bestimmter Muskelgruppen der Mensch in seiner Ganzheit sind für eine normale Stimme verantwortlich.
Die Persönlichkeit des Menschen findet Ausdruck in seiner Stimme. Um so bedrückender ist es, wenn die Stimme plötzlich - sei es nach organischen Erkrankungen, in Stresssituationen, bei psychischen Belastungen, bei unzweckmäßigen Stimmgebrauch, durch zu starke Anstrengung, übermäßigen, zu langen oder zu lauten Stimmgebrauch - plötzlich versagt. Die Beeinträchtigung des Stimmklangs zeigt sich in einer rauhen, heiseren, gepressten oder verhauchten Stimme. Die Stimme ist in solchen Fällen in Bezug auf Belastbarkeit, Volumen und Stimmumfang weniger leistungsfähig. Heiserkeit, die länger als 4 bis 6 Wochen dauert, sollte ärztlich untersucht werden, damit gegeben falls schnell eine Stimmtherapie in Anspruch genommen werden kann.
Stottern bei Jugendlichen und ErwachsenenUnter dem Begriff "Stottern" versteht man häufige Unterbrechungen des natürlichen Redeflusses wie:
Oft bilden Stotterer Sekundärsymptomatiken wie
Die Unterbrechungen des Redeflusses können auch Sprechangst beim Betroffenen auslösen. Als Folge davon versuchen manche Stotterer zum Beispiel bestimmte Wörter zu ersetzen, zu vermeiden oder entziehen sich sogar sprachlichen Anforderungen.
Man geht heute davon aus, dass mehrere Einflüsse in bestimmter Weise zusammenwirken müssen, damit sich Stottern entwickelt. Eine Bedingung stellt nach heutigem Wissensstand wahrscheinlich eine angeborene körperliche Bereitschaft dar, die dafür verantwortlich ist, dass es bei der Koordinationsleistung beim Sprechen zu Störungen kommt. Eine derartige Veranlagung kann, muss jedoch nicht zum Stottern führen. Poltern Poltern gehört zu den Störungen des Redeflusses. Im Gegensatz zu einem Stotterer, bei dem der Redefluss unterbrochen ist, spricht ein Polterer zwar flüssig, jedoch viel zu schnell, überhastet und undeutlich.
Es ist also eine Störung der Sprech- und Sprachsteuerung. Auffällig ist ein hohes Sprechtempo, Fehlartikulationen (Hinzufügungen von Lauten, Laut- oder Silbenauslassungen sowie Laut- oder Silbenersetzungen), Laut-, Silben-, und Wortwiederholungen; bei kontrolliertem Sprechen deutliche Reduzierung der Symptomatik und Verbesserung der Verständlichkeit.
Permanente Sprechkontrolle ist für Betroffene jedoch nicht möglich. Durch diese Symptomatik fällt es dem Zuhörer oft schwer, den Ausführungen eines Polterers zu folgen. Erstaunlicherweise und sogar wissenschaftlich erwiesen, haben Polterer kein Störungsbewusstsein. In der Regel sind es Angehörige oder Freunde, die einen polternden Mitmenschen auf seine Sprechweise aufmerksam machen.
Poltern kann auch in Kombination mit folgenden Auffälligkeiten auftreten:
|
||||||||||||
| weiter > |
|---|


